Viertel Archiv für Februar, 2010
Flusstaxi zum Weserstadion
Geviertelt von Iwen am 22. Februar 2010 um 02:36 in BremenHeute habe ich zum ersten Mal gesehen, dass die Sielwallfähren Fahrgäste von weserabwärts zum Stadion und zurück befördern. Es hat zwischendurch fast so ausgesehen, als würden die Schiffe in das Stadion hinein fahren. Nicht das ich mich mit hunderten volltrunkener Fanatiker in so ein Boot setzen würde, der Anblick allein ist schon ein sehenswertes Spektakel.

Jaja ich weiss, das Foto könnte besser sein, aber mir sind die Hände ausgekühlt beim einstellen des Stativs und der Kamera. Das nächste Mal werde ich besser vorbereitet sein!
Schneemann und Schneefrau
Geviertelt von Iwen am 22. Februar 2010 um 02:13 in BremenDa ist er mal wieder und tritt ganz unverblümt hervor, der allgegenwärtige Sexismus! Ich habe noch nie irgend jemanden sagen hören:
“Du lass uns doch mal ne Schneefrau bauen!”. Und ich habe auch noch keine Schneefrauen gesehen in meinem Leben, dabei ist es doch gerade hier besonders leicht, die Unterschiede klar zu stellen. Wie auch immer dieses Jahr konnte man überall wunderschöne Schneemänner betrachten und ich habe an einer ganz abgelegenen Stelle ein ganz besonders prächtiges Exemplar entdeckt:

…zumindest unten herum sieht dieser vermeindliche Schneemann sehr weiblich aus, womit bloß haben wir es hier zu tun? Oder hat “er” den Rock nur angezogen, um sich gegen die andauernde Kälte zu schützen? “Er” ist jedenfalls ein sympatisches Exemplar seiner Zunft, wie man erkennen kann, wenn man näher hinschaut:

…Entdeckt habe ich das Schneekunstwerk übrigens hinter dem Cognium auf dem Universitätsgelände…
Ordnung ist das halbe Leben
Auch Menschen, die auf der Strasse wohnen können unter Ordnungswahn leiden. Die meisten werden Ihn wohl kennen, er ist der gute Pol unter den Strassenbewohnern des Viertels. Der Philosoph des Ostertores, man könnte sich jetzt auch an Diogenes von Sinope erinnert fühlen…ich bin mir jedoch nicht sicher, ob dieser in seiner Tonne so gut Ordnung gehalten hat. Also ich kenne seinen Namen nicht, aber ich treffe Ihn fast täglich auf meinen urbanen Streifzügen. Er ist wahrscheinlich einer der wenigen, die (zumindest denke ich das), vorsetzlich diesen Weg eingeschlagen haben. Und er ist einer der wenigen Strassenbewohner, die (das denke ich zumindest auch) keine Drogen nehmen (ausser Kaffee).
Alles in Allem: er ist ein echtes Original, und wenn er mal nicht da sein würde, die Menschen würden das bemerken. Ich habe leider kein Foto von Ihm selbst parat, aber der Besen und der aufgeräumte Zustand dieser Tag/Nacht-Stätte lässt mich sicher sein, dass es seine Wohnung ist, die wir hier betrachten:

Lahmer Bremer Jahreswechsel in das Jubeljahr 2010!
Geviertelt von admin am 21. Februar 2010 um 23:51 in ViertelDiese Bilder wurden gegen 00:35 Uhr aufgenommen, und es ist unschwer zu erkennen das auf den Bremer Strassen im Viertel absolut gar nichts los ist:

So viele Jahre im Steintor lebend stellt man sich darauf ein, dass Autos demoliert, Bäume gefällt oder zumindest Fensterscheiben zerstört werden. Nichts davon ist eingetreten, es war ein aussergewöhnlich ruhiger Jahreswechsel, niemand hätte Probleme mit der Lautstärke gehabt, wenn er um 01:00 Uhr hätte schlafen wollen.
Außerdem waren die Reinigungskräfte erstaunlich eifrig! Um kurz nach 3 wurde überall auf den Strassen gefegt und gekehrt und mit Hilfe von Maschinen der wenige Dreck “verteilt” der dieses Mal entstanden ist.

Hat es was mit dem Winter zu tun, sind die Menschen so geschockt worden, dass sie in ihrer Handlungsfähigkeit beeinträchtigt wurden?
Haben sich die Menschen insgeheim schon darauf gefreut, demnächst Silvester in Bermudashorts coktailschlürfend am Bremer Sandstrand verbringen zu können?
