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Graffiti hässlich und uncool
Um an dieser Stelle deutlich zu machen, was ein hässliches Graffiti ist (ich weiss, letztenendes entscheidet der Betrachter), hier das Bild eines solchen, gefunden an der Wand des Geldautomaten der Post im Viertel. Es wurde passend kommentiert mit einem Text in Schabloniertechnik:

Graffiti legal und cool
Aktueller denn je ist gerade im Steintor das Thema Wandmalerei. Es wird scheinbar mehr gesprüht denn je im Viertel, die Qualität scheint stetig zu sinken.
Aber es gibt auch positive Projekte aus diesem Bereich.Immer mehr Ladengeschäfte lassen ihre Wände von Profis verzieren, was den positiven Effekt haben soll, das über diese Graffitis nicht mehr gesprüht wird.
Hier ist ein solches Beispiel, dieses Schöne Spraying verziert die Wand der Buchhandlung Sieglin im Viertel, es sei angemerkt, dass es noch in Arbeit ist:

In einem aktuellen Artikel des WK geht es auch um Wandmalerei, allerdings hauptsächlich um die hässlichen Sprayings, die der Volksmund mit “Schmiererei” bezeichnet.
http://www.weser-kurier.de/Artikel/Bremen/Vermischtes/326355/Im+Viertel+gehen+die+Sprayer+um.html
Ich kann bestätigen, daß es sich (zumindest in einem Fall) um das im WK erwähnte Täterprofil handelt, da ich vor einigen Wochen eine Gruppe von 4 solchen Jugendlichen beim Tatvorgang stellen konnte. Sie waren sehr jung und sahen so aus, als würden sie aus einem zumindest gutsituiertem Elternhaus kommen, die Dosen werden wahrscheinlich von Mama und Pappa gesponsert (ich nehme an, die Eltern wissen nichts von ihrem Glück). Es sind also Milchbubis denen es um den “Kick” geht, die mal etwas erleben wollen ausserhalb von Geigenunterricht, Pseudo-Kirchengang und Privat-Nachhilfelehrer. Die von ihnen gesprühten “Werke” sagen das gleiche aus, nämlich das sie keine Ahnung von dem haben, was sie da tun. Das offensichtlich kein künstlerischer Anspruch erkennbar ist unterstreicht die These, dass es den Tätern um den Vorgang geht, nicht um das “Werk”.
Dennoch ist das der ganze Vorgang natürlich problematisch, denn es entstehen Schäden, deren Beseitigung niemand zahlt, zumindest in den meisten Fällen nicht. Wahrscheinlich ist Vorsorge durch so ein professionelles Wandgemälde die sinnvollste Option, zur Aufwertung des Stadtviertels trägt es ohnehin ungemein bei wie ich finde. Ich glaube sogar dass es letztenendes wesentlich billiger ist, einmal die Wand von Profis bemalen zu lassen, als viele Male Schmierereien entfernen zu lassen.
Vielleicht wäre das mal eine wirklich sinnvolle Initiative, welche die Viertel-BID (wir berichteten am 02.Juni 2010 in dem Artikel “Pimp my Viertel!!!”) in Angriff nehmen sollte.
Über die wahren Ausmaße des Bremer Theaterplatzes
Der Theaterplatz scheint doch größer zu sein, als man bisher angenommen hat. Der Beweis für diese Behauptung findet sich in folgendem Foto, welches heute Höhe Ostertorsteinweg 78 entstanden ist:

Wenn man von der gegenüberliegenden Seite aus Richtung Goethetheater schaut, dann sieht das ungefähr so aus:

Also weit und breit kein Theater zu sehen, nicht einmal der Theater(vor)platz.
Lange auf diesen Moment gewartet
…in dem endlich mal eine ordentliche Werbung hinter meinem Haus prangt. Damals fing es an mit dem Marlboro-Man, der, wie wir alle wissen, schon vor längerer Zeit an Lungenkrebs gestorben ist… diese Periode war sehr langatmig, immer wieder Zigarettenwerbung… bis auf diesen Moment vor Kurzem:

Mein ganz großes “Idol”, Patrick aus der Serie “Spongebob”, ENDLICH mal etwas Anständiges!
Ladensterben im Viertel Ende 2010
Einige alteingesessene Läden im Viertel haben gerade geschlossen oder befinden sich im Räumungsverkauf.
Der Teeladen im Steintor gehört dazu, sowie eine Boutique und die große Parfumerie kurz vor der Haltestelle St.Jürgen-Strasse.
Das Antiquariat “Panorama” wird zum Jahreswechsel schliessen, bzw. von einer neuen Person übernommen.
Ich habe mich schon öfter gefragt, wie dieses Antiquariat überlebt…offensichtlich wegen der berühmten Gäste, die dort ab und an verweilten, wie zum Beispiel Florian Silbereisen dieses Jahr. Leider habe ich ihn nicht mehr angetroffen zum Termin und ich weiss nicht, ob er wirklich vor Ort war.
Wer übernimmt diesen schönen Laden?
Pan-O-Rama 1:

Pan-O-Rama 2:

Der Teeladen leider auch:

Und diese Boutique, die in letzter Zeit einen Einblick unter die Röcke der Schaufensterpuppen forcierte durch Windzugabe:


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